Gemeinsam lernen, Schule weiterentwickeln

Neue Perspektiven, internationale Begegnungen und Impulse

Neue Perspektiven, internationale Begegnungen und Impulse für unseren Schulalltag

Wie können wir unsere Schule als Ort gestalten, an dem Menschen Verantwortung übernehmen, offen miteinander kommunizieren und Konflikte konstruktiv lösen? Mit diesen Fragen haben wir uns in unserem Erasmus+ Projekt intensiv beschäftigt. Durch Fortbildungen in verschiedenen europäischen Ländern und eine Schüler:innenmobilität in die Niederlande konnten wir neue Perspektiven kennenlernen, Erfahrungen sammeln und Ideen für unsere eigene Schulkultur mitnehmen.

Lernen über Grenzen hinweg

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch unserer Schüler:innen an der demokratischen Schule De Ruimte in Soest in den Niederlanden. Die Jugendlichen im Alter von 11 bis 16 Jahren bereiteten sich gemeinsam auf die Reise vor und setzten sich unter anderem mit den Niederlanden, Europa, demokratischen Strukturen und den Herausforderungen einer gemeinsamen Reise auseinander.

Vor Ort lernten sie den Schulalltag einer anderen demokratischen Schule kennen, tauschten sich mit den niederländischen Schüler:innen aus und erlebten, wie unterschiedlich Menschen lernen, Entscheidungen treffen und ihren Alltag gestalten können. Gemeinsame Aktivitäten, Ausflüge, Gespräche und die Auseinandersetzung mit europäischen Themen machten die Begegnung zu einer wertvollen Erfahrung.

Dabei ging es nicht nur um Englisch oder ein anderes Land. Die Jugendlichen konnten Selbstständigkeit üben, Verantwortung in der Gruppe übernehmen, eigene Grenzen kennenlernen und sich auf unterschiedliche Menschen und Sichtweisen einlassen. Bei der gemeinsamen Reflexion nach der Reise wurde deutlich, wie vielfältig die persönlichen Lernerfahrungen waren.

Neue Impulse für unser Team

Auch unsere Lernbegleiter:innen nutzten Erasmus+, um sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Fortbildungen in Italien, Kroatien und Portugal beschäftigten sich unter anderem mit Coaching, Positive Leadership, den vier zentralen Kompetenzen des Lernens – kritischem Denken, Kreativität, Kommunikation und Zusammenarbeit – sowie Konfliktmanagement, Selbstreflexion und gewaltfreier Kommunikation.

Besonders wertvoll war es, sich mit Menschen aus anderen Ländern auszutauschen und unterschiedliche Zugänge kennenzulernen. Die Erfahrungen regten dazu an, unsere eigene Zusammenarbeit und unsere pädagogische Praxis zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Was bleibt in unserem Schulalltag?

Ein Erasmus+ Projekt ist für uns nicht mit der Rückreise oder dem Ende einer Fortbildung abgeschlossen. Entscheidend ist, was wir daraus in unseren Alltag mitnehmen.

So haben wir die Struktur unserer Teammeetings bereits weiterentwickelt und legen mehr Wert auf transparente Entscheidungen und den Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Eine kurze tägliche Reflexionsrunde nach Schulschluss hilft uns, wichtige Beobachtungen und offene Themen zeitnah aufzugreifen. Auch regelmäßige Mitarbeitergespräche mit dem Schulleiter erhalten einen größeren Stellenwert.

Die Begleitung unserer Jugendlichen entwickeln wir ebenfalls weiter: In Coachinggesprächen können sie eigene Ziele formulieren, ihre nächsten Schritte reflektieren und persönliche Anliegen besprechen. Darüber hinaus haben wir eine Dialogstelle eingerichtet, die Eltern und Lernbegleiter:innen bei Konflikten unterstützt und einen konstruktiven Austausch ermöglicht.

Auch die demokratische Beteiligung der Schüler:innen, die Weiterentwicklung unseres pädagogischen Konzepts und die Wiederbelebung der Peer-to-Peer-Mediation bleiben wichtige Themen für unsere weitere Arbeit.

Europa als gemeinsamer Lernraum

Erasmus+ hat uns gezeigt, wie bereichernd es ist, über die eigene Schule hinauszuschauen. Internationale Begegnungen schaffen neue Blickwinkel, machen Gemeinsamkeiten sichtbar und eröffnen Möglichkeiten, voneinander zu lernen.

Wir freuen uns, die gewonnenen Erfahrungen in unserer Schulgemeinschaft weiterzugeben und unsere Schule Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Denn auch das gehört für uns zum Lernen: neugierig bleiben, Fragen stellen, Neues ausprobieren und gemeinsam wachsen.

Wir bedanken uns bei Erasmus+ für die Unterstützung und bei allen Beteiligten, die dieses Projekt möglich gemacht haben.

Gestalten Sie jetzt die Bildung von morgen mit!